Einzelhandelszentrum „Enklerplatz“

Auftraggeber
Kreisstadt Homburg
Am Forum 5
66424 Homburg

Zeitraum
09/2008 – 08/2016

Leistungen
Bebauungsplan im regulären Verfahren (nach §9 BauGB)
Umweltbericht (nach §2a BauGB)
saP – spezielle artenschutzrechtliche Prüfung (nach §44 Abs.5 BNatSchG)
Teiländerung des Flächennutzungsplans im Parallelverfahren (nach §8 Abs.3 BauGB)
Vereinfachtes Raumordnungsverfahren (nach § 7 SLPG)

Größe
3,6 ha

Ziele und Anlass der Planung
Mit der Planung sollten insbesondere die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Entwicklung eines Einzelhandelszentrums mit mehreren Geschäften und den zugehörenden Stellplatzanlagen auf einer in der Innenstadt gelegenen, derzeit als Parkplatz genutzten Fläche (Enklerplatz) geschaffen werden. Ebenfalls mit überplant wurden die benachbart zum Enklerplatz angrenzenden Straßenrandbebauungen. Die Fläche und ihr Umfeld sollten einer dem Standort im Stadtzentrum entsprechenden Funktion und Gestaltung zugeführt werden. Ziel war die Stärkung der Kernstadt und des zentralen Versorgungsbereiches.

Da am Standort Verkaufsflächen im Zuge der Ansiedlung von großflächigem Einzelhandel in einer Größenordnung von über 5.000qm vorgesehen wurden und deswegen von einer Raumbedeutsamkeit des Vorhabens ausgegangen werden konnte, wurde ein Raumordnungsverfahren durchgeführt. Die Ermittlung der raumbedeutsamen Auswirkungen auf die Ökonomie, die Erfordernisse der Raumordnung, das städtebauliche Gefüge, den Verkehr, etc. ergab, dass keine erheblichen negativen Auswirkungen zu erwarten sind.

Aufgrund der im Verfahren festgestellten Notwendigkeit einer Sortimentierung, die im Kerngebiet nicht möglich ist, wurde die Festsetzung eines Sondergebietes gewählt, um auf diese Weise eine bestmögliche Steuerung einer raumverträglichen Einzelhandelsnutzung am Standort erreichen zu können. Für den Bereich des geplanten Sondergebietes, das sich auf dem eigentlichen Enklerplatz und eine kleine Teilfläche entlang der Eisenbahnstraße erstreckt, stellt der wirksame Flächennutzungsplan eine gemischte Baufläche dar, weswegen dieser im Parallelverfahren geändert werden musste.

Bei dem Bebauungsplan handelt es sich um einen Angebotsbebauungsplan, der den für den Bereich des eigentlichen Enklerplatzes bestehenden rechtskräftigen Bebauungsplan „Nördlich der Talstraße“ von 1963 überplant. Dieser sah für den im Geltungsbereich gelegenen Teilbereich die Entwicklung eines Kerngebietes mit intensiver baulicher Nutzung vor.

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