Industriepark Zunderbaum

Kurzbeschreibung
Der rd. 95 ha große „Zunderbaum“ ist ein interkommunaler Industriepark der Kreisstadt Homburg, Saar und der Gemeinde Kirkel, bei dem u.a. eine Konversionsfläche (ehemaliges Militärdepot, rd. 45 ha) überplant und erschlossen wurde. Der Aufstellung des interkommunalen Bebauungsplanes einschließlich Grünordnung, Umweltprüfung und Artenschutzfachbeitrag. ging die Erstellung eines städtebaulichen Rahmenplans inklusive Rückbaukonzept voraus.

Leistungen

  • Städtebaulicher Rahmenplan
  • Interkommunaler Bebauungsplan im regulären Verfahren mit paralleler Änderung des Flächennutzungsplans
  • Freianlagenplanung einschließlich Artenschutz- Kompensationsmaßnahmen
  • Umweltbericht (nach §2a BauGB)
  • saP – spezielle artenschutzrechtliche Prüfung (nach §44 Abs.5 BNatschG)

Größe
ca. 95 ha

Zeitraum
08/2009 – 06/2019

Auftraggeber
gwSaar Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Saar
Balthasar-Goldstein-Straße
66131 Saarbrücken

Ziele und Anlass der Planung
Die gwSaar, als Erschließungsträgerin des Industrieparks, hat die agstaUMWELT GmbH mit der Planung und Überwachung der Geländefreimachung, Erosionsschutzmaßnahmen, der grünordnerischen und artenschutzrechtlichen Vorgaben sowie der örtlichen und externen Kompensationsmaßnahmen aus dem Bauleitplanverfahren sowie der eigentlichen Freianlagenplanung beauftragt.

Da es sich um ein EU-Förderprojekt handelte, fand das öffentliche Vergaberecht Anwendung. Hinzu kam, dass die gesamte Maßnahme vom Rechnungsprüfungshof begleitet wurde, so dass eine sehr ausführliche und umfangreiche Dokumentation der Vergabeverfahren erfolgte.

Im Rahmen der Erschließung des Gebietes erfolgte u.a. die Herstellung eines Regenrückhaltebeckens sowie eines offenen Entwässerungssystems mit zusätzlichen Versickerungsbecken. Diese Maßnahmen waren erforderlich, da das gesamte Gelände vegetationsfrei und nicht mehr erschlossen war und zusätzlich der vorhandene Boden stark erosionsgefährdet ist.

Die Freianlagenplanung umfasste insbesondere die aufwendige Bepflanzung entlang der Erschließungsstraßen, die auch mit dem Austausch des Pflanzsubstrats und umfassenden unterirdischen Leitungsschutzmaßnahmen einherging. Außerdem wurden am Rand Eingrünungen sowie Artenschutzmaßnahmen ausgeführt.

Zusätzlich wurden weitere externe Kompensationsmaßnahmen in einem Naturschutzgebiet geplant und überwacht. Hierbei mussten die Besonderheiten des Gebietes berücksichtigt werden, was sowohl mit einem erhöhten Aufwand bei der Ausführungsplanung als auch der anschließenden Bauüberwachung verbunden war.

 

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